26.08.2026
In der Saison 2026/27 jährt sich die Eröffnung des Weststadions zum 50. Mal. Am 10. Mai 1977 bezog der SK Rapid seine neue Heimstätte, die ab 1981 den Namen „Gerhard-Hanappi-Stadion“ trug. Zum Jubiläum widmet der SK Rapid diesem besonderen Ort nun sein drittes Trikot und lässt damit ein Stück grün-weiße Stadiongeschichte wieder aufleben.
Das Weststadion war weit mehr als eine Spielstätte: Es wurde über Jahrzehnte zur Heimat des SK Rapid und prägte eine ganze Generation von Rapidlern. 1981 erfolgte die Umbenennung in Gerhard-Hanappi-Stadion zu Ehren des Jahrhundertteamspielers und Architekten des Stadions, Gerhard Hanappi. Der langjährige Rapid-Spieler und spätere Architekt des Stadions verstarb bereits im August 1980 im Alter von nur 51 Jahren – und hinterließ mit dem Stadion ein bleibendes Vermächtnis.
Diese Geschichte findet sich nun unmittelbar auf dem neuen dritten Trikot wieder. Wie bereits bei der Eröffnung des Weststadions am 10. Mai 1977 ist das Jersey vorrangig in Weiß gehalten. Im Nacken findet sich der Schriftzug „50 Jahre Gerhard Hanappi-Stadion“ in exakt jener Schreibweise mit nur einem Bindestrich, wie er einst auf der Fassade des Stadions zu lesen war und heute im Rapideum zu sehen ist.
Geschäftsführerin Wirtschaft Daniela Bauer: „Das Gerhard-Hanappi-Stadion ist weit mehr als eine ehemalige Spielstätte. Über Jahrzehnte war es die Heimat unzähliger Rapidler und Schauplatz von großen Siegen, besonderen Emotionen und unvergesslichen Geschichten. Zum 50. Jahrestag der Eröffnung wollen wir diese Erinnerungen mit unserem neuen dritten Trikot sichtbar machen. Es verbindet die historische Bedeutung des Stadions mit Elementen der Rapid-Fankultur und mit den Geschichten jener Spieler, die diesen Ort geprägt haben. Damit tragen wir ein Stück Vereinsgeschichte in die Neuzeit weiter.“
Details mit Geschichte
Ein besonderes Gestaltungselement ist das Balkenmuster in den vier Vereinsfarben Grün, Weiß, Blau und Rot. Sie ziehen sich über Kragen und Ärmel und finden sich ebenso auf Hose und Stutzen wieder. Damit greift das Trikot nicht nur die Farben des historischen Stadions auf, sondern erinnert auch an eine besondere Entwicklung der Rapid-Fankultur: Im Gerhard-Hanappi-Stadion entstand der stimmungsvolle Block West und etablierte sich auch das charakteristische Balkenmuster.
Über die gesamte Vorderseite des Trikots zieht sich zudem ein weiteres historisches Detail: Das stilisierte Motiv eines der vier markanten Flutlichtmasten des ehemaligen Stadions. Einer dieser Masten ist bis heute erhalten und ragt an der Südost-Ecke über das Allianz Stadion. Ergänzt wird das Design durch den Jubiläumsschriftzug „50 Jahre Gerhard-Hanappi-Stadion“, der sich wiederholend und dezent als eine Art „Nadelstreif“ in den Stoff einprägt.
Geschäftsführer SK Rapid Steffen Hofmann meint zum neuen 3. Trikot: „Ich freue mich sehr, dass wir mit diesem wunderschönen Jersey das ´Sankt Hanappi´, in dem auch ich als Spieler unvergessliche Momente erleben durfte, wieder besonders in Erinnerung rufen können. Das Design ist sehr gelungen und unser neuer Ausrüster Mizuno komplettiert damit gemeinsam mit uns einen Trikotsatz für alle Spiele, die wir hoffentlich auch sportlich so attraktiv gestalten können wie unser aktuelles Outfit!“
Fünf Rapid-Legenden, fünf Geschichten
Im Zuge der Präsentation dieses Trikots stehen auch fünf Rapid-Legenden im Mittelpunkt, deren persönliche Geschichten untrennbar mit dem Gerhard-Hanappi-Stadion verbunden sind, und die für das Fotoshooting anlässlich des Jersey-Launches vor der Kamera standen:
Paul Pawlek (1975-1979 | 100 Spiele | Cupsieger 1976)
Paul Pawlek schrieb am Eröffnungstag Geschichte: Im ersten Pflichtspiel im neuen Weststadion am 10. Mai 1977 erzielte er im Duell mit Austria/WAC den einzigen Treffer zum 1:0-Sieg und wurde damit zum ersten Torschützen in der neuen Rapid-Heimstätte.
Christian Keglevits (1979-1984 + 1989-1991 | 247 Spiele | Meister 1982, 1983 | Cupsieger 1983, 1984)
Christian Keglevits sorgte ebenfalls für einen der ganz großen Momente der Stadiongeschichte. Am 25. Mai 1982 sprang er im meisterschaftsentscheidenden Spiel gegen Wacker Innsbruck für den verletzten Hans Krankl ein, trug dessen Nummer 9 und erzielte beim 5:0-Erfolg gleich zwei Tore. Rapid holte damit den ersten Meistertitel seit 14 Jahren. Keglevits schrieb auch in späteren Jahren besondere Europacup-Geschichten – etwa mit seinem Treffer beim legendären 2:1-Heimsieg gegen Inter Mailand im Jahr 1990.
Gerald Willfurth (1981-1989 | 272 Spiele | Meister 1982, 1983, 1987, 1988 | Cupsieger 1983, 1984, 1985, 1987 | Supercupsieger 1986, 1987, 1988)
Gerry Willfurth zählt zu den erfolgreichsten Rapid-Spielern, die im Gerhard Hanappi-Stadion Titel feiern durften. Viermal gewann er mit Rapid dort die österreichische Meisterschaft – 1982, 1983, 1987 und 1988. Ebenso viermal holte er im Hanappi-Stadion den ÖFB-Pokal, und zwar 1983, 1984, 1985 und 1987.
Veli Kavlak (2005-2011 | 181 Spiele | Meister 2005, 2008)
Veli Kavlak steht für jene Generation, die das Gerhard Hanappi-Stadion bereits als Kind als Rapid-Heimat erlebte. Im Alter von nur 17 Jahren erzielte er dort erstmals ein Tor und wurde damit zu einem der jüngsten Torschützen an diesem historischen Ort.
Erwin Hoffer (2006-2009 | 95 Spiele | Meister 2008)
Jimmy Hoffer war maßgeblich am Weg zum 32. Meistertitel beteiligt. Im Gerhard Hanappi-Stadion erzielte er wichtige Tore, darunter in der 34. Runde das entscheidende 2:1 gegen Austria Kärnten. Eine Runde später fixierte er mit seinem Treffer zum 3:0 gegen Altach den Endstand – ehe anschließend im Hanappi-Stadion die Meisterschale übergeben wurde.
Fünf Spieler, fünf unterschiedliche Geschichten und doch ein gemeinsamer Ort: Das Gerhard Hanappi-Stadion. Das neue dritte Trikot des SK Rapid verbindet diese Erinnerungen mit der Gegenwart und macht in der Saison 2026/27 zum 50. Jahrestag der Stadioneröffnung sichtbar, was diese Heimstätte für den Verein bedeutet hat und bis heute bedeutet: Geschichte, Emotionen und legendäre Rapid-Momente.